"Die heimliche Ehe"
Sonntag, 31. Januar 2010
19:00 Uhr
Opera buffa in 2 Akten von Domenico Cimarosa
Inszeniert durch das Institut für Mozart-Opern-Interpretation der Universität Mozarteum
1792 komponierte Domenico Cimarosa "Die heimliche Ehe", und die Uraufführung im kaiserlichen Hoftheater in Wien wurde ein triumphaler Erfolg. Niemand geringerer als Goethe lobte schon damals den besonderen Charme dieses Werkes: „Cimarosa zeigt sich in dieser Komposition als vollendeter Meister". Ganz in der Tradition der klassischen italienischen Oper ist "Die heimliche Ehe" mit ihrem unangefochtenen Vorrang des Gesanges bis heute ein besonders bezauberndes Exemplar der opera buffa. Als einzige Oper Cimarosas findet sich „Il matrimonio segreto“ dank ihrer lebendigen Frische, ihrer Komik und Herzlichkeit immer wieder auf den Spielplänen, nicht zuletzt zur Eröffnung der Piccolo Scala in Mailand 1955 in einer Inszenierung von Giorgio Strehler. Cimarosas melodiöse Musik wird von einem Netz witziger Verwicklungen überzogen:
Geronimo, ein reicher Kaufmann, möchte seine beiden Töchter mit Adeligen verheiraten, ohne zu wissen, dass seine jüngere Tochter Carolina schon heimlich Paolino, den Gehilfen ihres Vaters, geheiratet hat. Als sich ein heiratswilliger, verarmter Graf findet, gefällt ihm zum Entsetzen des jungen Paares und zum Ärger der älteren Tochter Elisetta, Carolina viel besser. Und damit nicht genug der Probleme: die verwitwete Schwester Geronimos, Fidalma, hat ein Auge auf Paolino geworfen. Paolino rät zur Flucht. Zum guten Ende wird dem heimlichen Ehepaar verziehen, und der Graf arrangiert sich mit Elisetta – und ihrer reichen Mitgift.
Witz und Esprit verdankt die Oper nicht zuletzt dem englischen Erfolgsstück, auf dem das Libretto basiert. Verwicklungen und Intrigen ergeben sich ganz selbstverständlich aus der Personenkonstellation. Die zahlreichen und immer wieder auftauchenden Motive charakterisieren eindrucksvoll die jeweiligen Personen im Handlungsverlauf und vermögen Heiterkeit und Schwärmerei auszudrücken. Sprudelndes Parlando, graziöse Arien und zwei mitreißende Aktschlüsse, die Mozarts "Figaro"-Finali ebenbürtig sind, geben der Geschichte trotz aller Verwirrungen und Unwahrscheinlichkeiten den Anschein des Natürlichen und machen die Begeisterung der Zuhörer verständlich.
Das Institut für Mozart-Opern-Interpretation der Universität Mozarteum Salzburg zeigte bereits mit seiner Produktion von Cosí fan tutte 2006, warum die Universität Mozarteum international eine der bekanntesten Hochschulen Österreichs ist: Eine frische, von Energie sprühende Interpretation junger, vielversprechender Sänger, die das Publikum begeisterte. Berühmte Absolventen belegen den hohen Standard der Ausbildung: das Hagen Quartett, Thomas Zehetmair oder Angelika Kirchschlager sind heute an großen Häusern der Welt engagiert. Die künstlerische Leitung des Ensembles liegt in erfahrenen Händen: Hermann Keckeis, der viele Jahre mit Herbert von Karajan zusammenarbeitete, und Dr. Josef Wallner, langjähriger Assistent von Karl Böhm.
Karten erhalten Sie im Bürgerservice oder unter Tel. 08342 40123