"Der Troubadour"
Samstag, 02. Oktober 2010
19:00 Uhr
Libretto von Salvatore Cammarano,
nach dessen Tod vollendet von Leone Emanuele Bardare
nach dem Drama von Garcia Gutiérrez
Giuseppe Verdi erreichte in "Der Troubadour" die musikalische Meisterschaft und die Ausdrucksstärke seiner reifen Jahre. Man sagt wohl zu Recht, dass sie seine melodischste Oper ist. Das Werk fesselt vom ersten Augenblick durch die außergewöhnliche Expressivität der Musik, die musikalisch-psychologische Vielschichtigkeit der Charaktere und die abwechslungsreichen Schauplätze - dies in Kombination mit der Compagnia d`Opera di Milano verspricht einen außergewöhnlichen Abend, der Publikum in herrlichen Melodien und großen Gefühlen schwelgen lässt.
Der Waffenträger des Grafen Luna berichtet von der düsteren Vergangenheit des Grafenhauses: Der alte Graf hatte zwei Söhne. Als einer von ihnen erkrankte, wurde eine Zigeunerin der Zauberei beschuldigt und deswegen als Hexe verbrannt. Aus Rache hatte ihre Tochter Azucena den zweiten Sohn des Grafen entführt. Der heutige Graf Luna schwor, die Zigeunerin zu finden und den Bruder zu rächen, von dem man glaubt, dass Azucena ihn ebenfalls verbrannt hätte. Inzwischen herrscht Bürgerkrieg in Spanien. Graf Lunas unmittelbarer Kriegsgegner, der Troubadour Manrico, ist auch sein erfolgreicher Rivale um die Gunst der Gräfin Leonora. Zunächst scheint Manrico auf allen Linien siegreich: er besiegt Luna im Duell und verhindert eine Entführung Leonoras. Doch dann wendet sich das Blatt. Lunas Armee nimmt die Burg ein, kurz bevor Manrico und Leonora getraut werden und Azucena wird gefangen genommen. Der Graf erkennt in ihr die lange gesuchte Zigeunerin und erfährt, dass sie Manricos Mutter sei. Beide sitzen nun in Lunas Kerker. Um das Leben ihres Geliebten zu retten, bietet Leonora sich selbst dem Grafen im Austausch mit Manrico an. Luna triumphiert. Doch sein Triumph verwandelt sich in Verzweiflung: Leonora hat Gift genommen, um der verhassten Verbindung zu entkommen und im Moment von Manricos Hinrichtung erfährt Luna, dass er seinen eigenen Bruder getötet hat, den Azucena großgezogen hatte.
Compagnia d'Opera Italiana di Milano
Die Compagnia d’Opera Italiana di Milano wurde 1948 gegründet und feierte 2008 ihr 60. Jubiläum. Sie widmet sich der Verbreitung und Popularisierung des italienischen Belcanto-Repertoires, speziell der Opern von Verdi und Puccini. Was mit einigen Vorstellungen 1948 begann, hat sich durch Jahrzehnte hindurch kontinuierlich entwickelt. Heute realisiert die Compagnia mit der jährlichen Neuinszenierung Aufführungen in 12 europäischen Ländern. Trotz der beeindruckenden Anzahl von annähernd 4000 Aufführungen musste noch keine einzige abgesagt werden - was eine absolute Seltenheit im Opernbereich darstellt.
Karten erhalten Sie im Bürgerservice oder unter Tel. 08342 40123